Stad-O-Mat

Am 12. September 2021 wird die Kommunalwahl stattfinden, bei der unter anderem der Stadtrat neu gewählt wird.

Der Stadtjugendring Stade e.V. bietet eine Plattform, auf der du deine Ansichten mit den Positionen der antretenden Parteien vergleichen kannst. 

Die Fragen, aus denen wir zentrale Statements erarbeiten, kommen dabei von Jugendlichen aus Stade. 


Einstimmige Thesen

Bei einigen Thesen haben alle Parteien zugestimmt. Die Begründungen findest du hier. Klick einfach auf das Thema um die These und Begründungen zu sehen.

  • Busanbindung
  • These: Die Busanbindung zu den umliegenden Dörfern soll verbessert werden.

    CDU: "Die CDU setzt sich für einen attraktiven ÖPNV in der Hansestadt mit den Ortschaften Bützfleth (Linie 2025/26), Haddorf (2001), Hagen (2001) und Wiepenkathen (2007) ein. In der Hansestadt Stade selbst streben wir eine weitere Verdichtung der Taktung an, wie zuletzt durch unseren Antrag bei der Linie 2001 geschehen. Im Fall von schwach ausgelasteten Linien halten wir Rufbuslösungen oder flexible Lösungen wie MOJA in Hamburg für sinnvoll. Wir setzen uns für einen Feldversuch in Stade ein. Für die Busverbindung in die umliegenden Dörfer außerhalb der Hansestadt Stade ist rechtlich der Landkreis zuständig. Die Stader Vertreter aus der CDU im Kreistag werden sich aber für eine deutlich bessere Anbindung der umliegenden Dörfer im nächsten Nahverkehrsplan einsetzen."

    SPD: "Richtung Hagen/Riensförde muss noch mehr gehen, nicht erst wenn das neue Schulzentrum eröffnet. Gleiches gilt für die Anbindung Schöllisch/Hansestraße. Zudem sind die Angebote abends sowie an Wochenenden/Feiertagen insgesamt ausbaubar."

    Bündnis 90/Die Grünen: "Ein attraktiver ÖPNV hilft, den Individualverkehr und damit den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Der Busverkehr ist allerdings Aufgabe des Landkreises, in der Regel nicht kostendeckend und deshalb nicht ganz einfach durchzusetzen."

    Wählergemeinschaft: "Stade ist nicht nur für die Stader sondern auch für das Umland bei vielen Angeboten ein Zentrum, deshalb gehören gute Angebote im öffentlichen Nahverkehr unbedingt dazu. Die Verantwortlichkeit liegt hier allerdings vor allem beim Landkreis, so dass Stade nur indirekt Einfluss nehmen kann."

    DIE LINKE: "dringend, flächendeckend, attraktive Intervalle, auch in Randzeiten und gute Vernetzung mit der Bahn und den Fähren"

    FDP: "Eine gute Anbindung des dörflichen Raumes an das Stader Stadtgebiet entlastet die Straßen in Stade und erhöht die Nutzerzahlen des ÖPNV."

    Unabhängige Bürgerliste Stade: "Busverbindungen können nur verbessert werden, wenn auch die Nachfrage nach diesem Beförderungsmittel ist. Wiepenkathen ist durch eine Hohe Nachfrage gut angebunden. Bei den anderen Ortschaften insbesondere Hagen muss das verbessert werden, aber hier spielt die Kostenrechnung der KVG eine große Rolle."

    Piratenpartei: "Da wir die Verkehrswende ernst nehmen, möchten wir die Attraktivität der Alternativen zum motorisiertem Individualverkehr fördern. Die Anbindung der Dörfer an den ÖPNV ist dabei ein wesentliches Element. Autonom fahrende Rufbusse stellen eine Möglichkeit zur flexiblen und zeitunabhängigeren Anbindung ländlicher Regionen dar."

  • Fahrradwege
  • These: Die Fahrradwege sollen ausgebaut und sicherer gestaltet werden.

    Bündnis 90/Die Grünen: "Die Attraktivität des Fahrradfahrens muss gesteigert werden. Dabei ist der Ausbau zusammenhängender Strecken und geschlossener Netze statt des aktuellen Stückwerks sehr wichtig. Ein gutes Fahrradwegenetz steigert auch das persönliche Sicherheitsgefühl beim Radfahren."

    Wählergemeinschaft: "Wir wollen die bestehenden Fahrradwege ausbauen, mehr Fahrradstraßen schaffen und vor allem auch ein Fahrradwegenetz aufbauen, das unabhängig von Straßen Verbindungen schafft."

    DIE LINKE: "dringend, auf allen Ebenen, Fahrradwege, Fahrradrouten, Fahrradstraßen, Fahrrad-Abstellmöglichkeiten und Service Stationen"

    FDP: "Die jetzigen Zustände sind nicht länger tragbar und es bedarf einer umfangreichen Neukonzeption. Dazu gehört die Wiederherstellung maroder Streckenbereiche, aber auch ein Radwegenetz, das nach modernen städteplanerischen Maßstäben realisiert wird. Es ist Teil des aktiven Klimaschutzes, wenn Bürger sicher per Fahrrad in die Stadt kommen."

    Unabhängige Bürgerliste Stade: "Als erstes sollten dringende Instandsetzungen vorgenommen werden. Ein Ausbau dauert von der Planung her. Wichtig ist die Gefahrenquellen erst mal zu beseitigen."

    Piratenpartei: "Sichere und schnelle Radwege sind Voraussetzung dafür, dass das Fahrradfahren für immer Menschen attraktiv wird. Wir treten daher für ein dediziertes Schnellradnetz ein, welches vom Autoverkehr getrennt ist. Eine möglich Schnellverbindung ist zwischen Wiepenkathen und der Innenstadt sinnvoll. Diese sollte über eine Brücke die B73 queren und durch die Schwingewiesen führen. Weitere Schnellverbindungen sollten dann folgen."

    CDU: "Der Radverkehr hat durch die Klimaschutzdiskussion, die Pandemie, E-Bikes und Lastenfahrräder in Stade deutlich an Bedeutung gewonnen. Fahrradwege müssen ausgebaut und sicherer gestaltet werden. Die 4 Ortschaften (Bützfleth, Haddorf, Hagen und Wiepenkathen) sollen schnelle Fahrradverbindungen über die Stadtteile in die Innenstadt mit guter Ausschilderung erhalten. Unnötige Hindernisse auf den Radfahrwegen müssen abgebaut, Bordsteinabsenkungen, deutliche Markierungen vorgenommen werden. Ampelschaltungen sind nicht allein auf den Autoverkehr abzustellen, sondern auf Fußgänger und Radfahrer. Wir wollen Verkehrsteilnehmer nicht gegeneinander ausspielen, da der größte Teil der Bevölkerung in der Regel alles gleichzeitig ist: Fußgänger, Autofahrer, Radfahrer und ÖPNV-Nutzer – je nach Anlass und Lebenssituation."

    SPD: "Bei Fahrradwegen ist zweifellos Nachholbedarf. Limitierender Faktor sind die realen Straßenbauverhältnisse, welche an vielen Punkten umfangreiche Umbauten bräuchten, um echte Verbesserungen zu erreichen. Sinnvoll ist, an den vermeintlich einfachen Stellen zügig und planvoll tätig zu werden, um schnelle Erfolge zu realisieren. Ganz wichtig: Alle Verkehrsteilnehmenden ernst nehmen, nicht gegeneinander aufrechnen oder gar aufwiegeln."

  • Grünflächen
  • These: Im Stadtgebiet soll es mehr grüne Flächen geben.

    DIE LINKE: "unverzichtbar zur Regulierung des Stadtklimas und als Naherholung und Ausgleich für die Staderinnen und Stader"

    FDP: "Wir setzen uns für den Erhalt von kommunalen Grundstücken mit Grünflächen ein. Diese sollen in Zukunft nicht bebaut oder veräußert werden. Des Weiteren unterstützen wir „urban gardening“ z.b. auf dem in Zukunft stillgelegten Industriegleis. Wir sehen mit Sorge die zunehmenden Steingartenwüsten auf Privatgrundstücken."

    Unabhängige Bürgerliste Stade: "Grüne Flächen wären wünschenwert, aber leider kaum durchsetzbar. Da kaum Grundstücke dafür zur Verfügung stehen."

    Piratenpartei: "Grünflächen sind ein einfaches Mittel zur positiven Beeinflussung des Microklimas. Baum-, Strauch- und Grünpflanzungen (auch begrünte Dächer und Fassadenbepflanzungen) aller Art helfen. Wir stehen für die Förderung von bepflanzten Flächen statt Steingärten über reduzierte Abwasserabgaben ein."

    CDU: "Dort wo es sinnvoll und möglich ist, wollen wir mehr Grünflächen durch Nutzungsänderung und Entsiegelung von Asphalt- oder Pflasterflächen und Begrünung von Dächern und Fassaden schaffen. Wir wollen weitere Blühstreifen in Stade ausbringen und mehr Bäume pflanzen. Auch befürworten wir die Begrünung von Dachflächen, denn sie kühlen, filtern die Luft und binden CO2. Hierfür wären auch Dachflächen von Bushaltestellen denkbar. Urban Gardening sehen wir als eine Bereicherung für jeden Stadtteil an. Ferner werden wir neue Flächen für Kleingärten beantragen."

    SPD: "Die Aufenthaltsqualität würde entscheidend verbessert werden, von den positiven Wirkung für Klima und Umwelt ganz zu schweigen. Allerdings gibt es momentan kaum freie Flächen im Stadtgebiet, die sich für weitere Begrünung anbieten. Hinweise auf mögliche Brachen werden dankbar angenommen."

    Bündnis 90/Die Grünen: "Wir können Flächen ökologisch aufwerten oder sie für die Freizeit- und Erholungsnutzung attraktiver machen. Das Stadtgebiet bietet vielfältige Naturerlebnisräume, die auch für die ökologische Bildung besser genutzt werden können."

    Wählergemeinschaft: "Die bestehenden Flächen sollen dabei ökologisch aufgewertet werden und Brachflächen sollen stärker renaturiert werden."

  • Leerstand
  • These: Der Leerstand in der Innenstadt soll bekämpft werden.

    Unabhängige Bürgerliste Stade: "Der Leerstand in Stade ist leider 2 Dingen geschuldet. Zu einen den hohen Mieten in der Innenstadt die sich kaum noch ein kleines Geschäft leisten kann und zum anderen das Onlinegeschäft und die Vergleichbarkeit der Produkte über das Smartphone."

    Piratenpartei: "Diversität im Einzelhandel sorgt für ein großes Angebot und Arbeitsplätze. Dies und ist zum Vorteil für die Gesellschaft allgemein und die Verbraucherinnen und Verbraucher im Speziellen."

    CDU: "Es wäre schön, wenn alle Wohnungen, alle Geschäfte in der Innenstadt vermietet wären. Aber die Immobilien in der Innenstadt gehören nicht der Hansestadt Stade, sondern stehen im Privateigentum. D. h. jeder Eigentümer entscheidet allein, an wen er seine Wohnungen, seine Geschäftsräume vermietet und zu welchem Preis. Covid-19 hat den bereits zuvor begonnenen Strukturwandel im Einzelhandel massiv befeuert, Stichwort Online-Handel. Das Konsum- und Einkaufsverhalten der Bürgerinnen und Bürger Stades ist deshalb ganz entscheidend dafür, welche Geschäfte sich in Stade niederlassen. Wir plädieren ganz deutlich für das Einkaufen vor Ort, also: Kauf Lokal!"

    SPD: "Ja, nur wie? Die Stadt betreibt keine Geschäfte, mietet auch keine an oder verhindert gar Ansiedlungen. Wir können nur gute Rahmenbedingungen schaffen, den Rest müssen schon Unternehmer*innen investiv stemmen Konsumenten durch lokales Einkaufsverhalten belohnen."

    Bündnis 90/Die Grünen: "Die Innenstadt muss breiter aufgestellt werden und auch für neue Nutzungen zugänglich werden, damit sie attraktiv bleibt (Wohnen, Gastronomie, Grün, viele kleinere Läden, Arbeiten). Wir hätten gern einen Business Improvement District (BID) in der Innenstadt, das heißt, dass die Kaufleute und Grundstückseigentümer in der Innenstadt gemeinsam mit der Stadt Ideen entwickeln, wie Leerstand wieder reduziert und die Stadt interessanter gestaltet werden kann."

    Wählergemeinschaft: "Die Stadt soll versuchen Vermieter und Mieter zusammen zu bringen, um dieses Ziel zu erreichen. Mehr Möglichkeiten hat die Stadt aber kaum."

    DIE LINKE: "Vermarktung durch die Stadt, Begrenzung der Geschäftsmieten für kleine Läden, Attraktivierung der Innenstadt als Ort der Begegnung"

    FDP: "Ein gestärktes Citymanagement muss hier aktiv werden, bevor Leerstand entsteht. Die Parkhäuser sollen in kommunaler Hand bleiben. Günstige Parkplätze erhöhen die Akzeptanz der Kunden in der Altstadt einzukaufen. Das Stadtbussystem der FDP beinhaltet zum Beispiel moderne P+R-Parkplätze vor den Toren der Stadt. Hier können eAutos geladen werden, Pakete in Paketstationen gelagert, Leihfahrräder gemietet und das eigene Auto kostenlos abgestellt werden um den Stadtbus oder das Leihfahrrad in die Stadt zu nehmen."

  • Straßen
  • These: Der Zustand von Straßen soll besser werden.

    CDU: "Der Zustand von Straßen soll nicht nur besser werden, er muss besser werden. Die Verwaltung der Hansestadt Stade hat ermittelt, dass, um zumindest eine Verschlechterung des Straßenzustand zu verhindern, Mittel in Höhe von 7,6 Mio Euro netto (ca. 11 Mio inkl. Nebenkosten und Steuern) pro Haushaltsjahr erforderlich sind. Um die notwendige Verbesserung zu erreichen, sind also noch höhere finanzielle Mittel erforderlich. Dies bedeutet aber leider auch, dass dann an anderer Stelle gespart werden muss."

    SPD: "Da liegt noch einiges an Sanierungsstau vor uns, limitierende Faktoren sind Finanzmittel und Kapazitätsgrenzen bei Bauunternehmungen."

    Bündnis 90/Die Grünen: "Das wird viel Geld kosten, müssen wir aber machen, allein weil aus Sicherheitsgründen bestimmte Qualitätsstandards eingehalten werden müssen."

    Wählergemeinschaft: "Wir haben ein Erhaltungsmanagement durchgesetzt, damit Schäden frühzeitig erkannt werden und nach einem für alle Bürger transparenten Plan beseitigt werden.

    DIE LINKE: "Sanierung der bestehenden Straßen geht vor Straßenneubau… und da gibt es in Stade viel zu tun, in einigen Bereichn müssten Straßen sogar rückgebaut werden"

    FDP: "Der Straßenzustand muss in jeden Jahr dokumentiert und mit einer Prioritätenliste versehen werden, die laufend abgearbeitet wird. Die Mängel App der Hansestadt Stade soll intensiver beworben werden."

    Unabhängige Bürgerliste Stade: "Die Straßen in Stade müssen dringend saniert werden. Das Problem hierbei ist das marode Kanalnetz ( Regen und Abwasser). Es muss zuerst das Kanalnetz modernisiert werden, jede Straße die neu gemacht würde ohne vorher das Kanalnetz zu erneuern würde wieder aufgerissen. Das kann man zu Zeit gut am Schiffertor sehen."

    Piratenpartei: "Die Aufrechterhaltung der Infrastruktur gehört zu den allgemeinen Aufgaben der Verwaltung. Infrastruktur ist von der Gesellschaft zu finanzieren. Eine Beteiligung Einzelner mittels Straßenausbaubeiträgen lehnen wir ab."

Zeitplan

Februar und März
Wir sammeln die Forderungen und Wünsche der Stader Jugend und der Vereine. Dafür arbeiten wir mit weiterführenden Schulen zusammen. Auch unsere Mitglieder sind aufgerufen, Forderungen einzusenden.

April
Die Rückmeldungen der Stader Jugend werden ausgewertet. Wir erarbeiten 20-30 Thesen für die Kommunalwahl.

Mai und Juni
Die Parteien des Stader Rats haben Zeit, sich zu den Thesen der Jugend zu positionieren. Ihre Zustimmung, Ablehnung oder neutrale Haltung können sie auch kurz begründen.

Juli und August
Der Stad-O-Mat geht online und alle Bürger:innen können ihre persönliche Meinung mit der Haltung der Parteien abgleichen.


September
Am 12. September findet die Kommunalwahl statt. Geht wählen! Für Stade!

Veröffentlichung des Stad-O-Maten

01.07.2021

Kommunalwahl

12.09.2021,

Berichte zum Stad-O-Mat

21.01.2021
Stad-O-Mat für die Kommunalwahl 2021

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10.05.2021
Die Sammlung der Forderungen und Wünsche ist abgeschlossen. Aus der Frage "Was findest du gut in Stade?" posten wir unter dem Hashtag #stadomat nun themenweise eure Antworten! Facebook Posts #stadomat
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